Holocaust in Litauen Historisches Geschehen und der schwierige Umgang mit der Vergangenheit

22. Juni 2016
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.801
Veranstalter: Fritz Bauer Institut

Vortrag von PD Dr. Joachim Tauber, Hamburg:

Vilnius war bis zum Einmarsch deutscher Truppen im Zweiten Weltkrieg ein Zentrum religiösen, kulturellen und politischen jüdischen Lebens. Schon kurz nach der Besetzung begann die Vernichtung der jüdischen Stadtbevölkerung. Bis zum Einmarsch der Roten Armee im Sommer 1944 überlebten nur rund 2.000 der etwa 70.000 Jüdinnen und Juden die Selektionen und Massenexekutionen. Die Sowjetunion unterband die Aufarbeitung der Judenvernichtung. Erst seit der Unabhängigkeit Litauens im Jahr 1990 diskutiert das Land über die schwierige Vergangenheitsbewältigung.

Eine Kooperationsveranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. und der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums Frankfurt e.V.