Hans Leipelt und die Weiße Rose

8. Januar 2015 -
5. Februar 2015
Ort: Bücherhalle Harburg, Eddelbüttelstraße 47a, 21073 Hamburg
Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Neuengamme

„Und ihr Geist lebt trotzdem weiter!“ – Mit diesem Zusatz versahen der Harburger Student Hans Leipelt und seine Freundin Marie-Luise Jahn ihre Abschriften des 6. Flugblatts der Weißen Rose, einer Münchener Widerstandsgruppe, nach der Hinrichtung der ersten drei Mitglieder dieses Freundeskreises. Sie reichten ihre Durchschriften an gute Freunde in München und Hamburg weiter, was bei diesen lebhafte Diskussionen um die Fortsetzung und Verstärkung ihrer bisherigen Widerstandsaktivitäten auslöste. Doch noch bevor ihre Überlegungen konkretere Gestalt annahmen, wurden die ersten Mitglieder dieser Hamburger Freundeskreise und mehrere Studierende des Chemischen Instituts der Ludwig-Maximilians Universität in München verhaftet, darunter auch Hans Leipelt und Marie-Luise Jahn. In schneller Folge wurden danach mehr als 40 weitere Personen festgenommen. Am Ende des Zweiten Weltkriegs hatte die Weiße Rose deutschlandweit 16 Tote zu beklagen. Zu denen, die nicht überlebten, gehörten auch Hans Leipelt, der am 29. Januar 1945 im Gefängnis München-Stadelheim hingerichtet wurde, und seine Mutter, die am 9. Dezember 1943 tot in ihrer Zelle im Polizeigefängnis Fuhlsbüttel aufgefunden wurde. Eine Veranstalter: Weiße Rose Stiftung e. V., KZ-Gedenkstätte Neuengamme und Initiative Gedenken in Harburg.


Hans Leipelt - Kindheit und Jugend in Harburg. Kurzvortrag, Klaus Möller, Initiative Gedenken in Harburg.

Der Hamburger Widerstand und die Weiße Rose. Kurzvortrag, Herbert Diercks, KZ-Gedenkstätte Neuengamme.