Graphic Novel in der Gedenkstätte KZ Osthofen: Wie ein kleines Kind den Holocaust überlebte

Lesung
8. September 2022
18:00 - Uhr
Ort: Gedenkstätte KZ Osthofen, Ziegelhüttenweg 38, 67574 Osthofen
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Emmie Arbel wurde 1937 in Den Haag geboren. Als fünfjähriges Kind wurde sie mit ihren Eltern, Großeltern und Brüdern von den Nazis ins KZ-Durchgangslager Westerbork deportiert. Sie überlebte die Konzentrationslager Herzogenbusch, Ravensbrück und Bergen-Belsen. Von ihrer Familie überlebten nur ihre beiden Brüder. Emmy Arbel lebt seit 1949 in Israel.

Ihre Erinnerungen rekonstruierte die Münchner Zeichnerin Barbara Yelin in der grafischen Erzählung „Aber ich lebe“, die gemeinsam mit den Geschichten der Holocaust-Überlebenden David Schaffer und Nico und Rolf Kamp, gezeichnet von Miriam Libicki (Kanada) und Gilad Seliktar (Israel) in der gleichnamigen Comic-Anthologie auf Deutsch erschienen ist.

Das Projekt, das im engen Dialog mit der aktuellen historischen Forschung zeichnerisch Fragen von Trauma, Erinnerung und Überleben nachgeht, visualisiert die Perspektive der Verfolgten und bricht eindrücklich mit eingespielten Sehgewohnheiten und Bildern des Holocaust. 

Barbara Yelin stellt die Graphic Novel vor und spricht im Anschluss mit Martina Ruppart-Kelly über den Entstehungsprozess des Buchprojekts. Auch der Frage, in wie weit Graphic Novels neue Möglichkeiten bei der gesellschaftlichen und pädagogischen Auseinandersetzung mit der Geschichte des Holocausts eröffnen können, soll nachgegangen werden.

Um Anmeldung wird gebeten an  oder telefonisch unter 06242-910810.

Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen der Gedenkstätte KZ Osthofen.

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