Einladung der „Gedenktafelinitiative Franz Jägerstätter“ zum gemeinsamen Treffen und zum Gespräch am 6. Juli 2023 um 16 Uhr an die Gedenktafel von Franz Jägerstätter anlässlich seiner Verurteilung am Reichskriegsgerichtes (RKG) vor 80 Jahren in der Witzlebenstr. 4 -10 in Berlin-Charlottenburg.
Wer war Franz Jägerstätter:
Er war ein katholischer Kriegsdienstverweigerer im 2. Weltkrieg und Bauer aus St. Radegund in Oberösterreich unweit von Salzburg. Er stimmte 1938 als einziger im Dorf gegen den Anschluss Österreichs an das Nazi-Deutschland.
Wehrkraftzersetzung:
Im März 1943 erklärte er sein »Nichteinrücken zum Kriegsdienst«. Am 6. Juli 1943 vor dem höchsten NS-Militärgericht, dem Reichskriegsgericht (RKG) in Berlin-Charlottenburg, wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt. Er war einer von 1400 Kriegsdienstverweigerer, die alle direkt am RKG abgeurteilt wurden. Insgesamt sprach die NSMilitärgerichtsbarkeit über 30 000 Todesurteile, von denen 20 000 vollstreckt wurden.
Hinrichtung:
Am 9. August 1943 wurde Franz Jägerstätter mit weiteren 16 Kriegsgegnern auf dem Schafott im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet.
Gedenktafel am Reichskriegsgericht (1995/97):
Im Juli 1997 wurde am ehemaligen RKG die Gedenktafel eingeweiht, die an Franz Jägerstätter und alle Opfer der NS-Militärgerichtsbarkeit erinnert.
Seine friedenspolitische Bedeutung:
In den USA gilt er neben Gandhi und M. L. King als einer der Repräsentant der Gewaltfreiheit.
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Termin: Donnerstag , 6. Juli ab 16 Uhr
Ort: ehem. Reichskriegsgericht (RKG), heute „Atrion am Lietzensee“, in Berlin-Charlottenburg, Witzlebenstrasse 4-10 /Witzlebenplatz, direkt vor der Gedenktafel
Es nehmen teil: Pax Christi, Naturfreunde Berlin, Friedensbibliothek-Antikriegsmuseum und weitere Akteure der Erinnerungsarbeit zu Franz Jägerstätter (seit 1933) aus den letzten 30 Jahren.
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Erreichbarkeit: U 2 Sophie-Charlotte-Platz, S-Bahn Charlottenburg und Bus: Amtsgericht, 309, M49, X34
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Kontakt: Lothar Eberhardt, +49 (0)176 420 32 610, lebgut@gmail.com