Gemeinsam für eine gesicherte Finanzierung der kulturellen und politischen Bildung für die jungen Menschen in dieser Stadt

14. September 2023
12:00 - 14:00 Uhr
Ort: vor dem Abgeordnetenhaus
Veranstalter: Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) Berlin e.V.

Bildungsbündnis ruft zu einer Kundgebung vor dem Abgeordnetenhaus auf:

Gemeinsam für eine gesicherte Finanzierung der kulturellen und politischen Bildung für die jungen Menschen in dieser Stadt

Die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Berlin e.V. (LKJ) ruft gemeinsam mit einem breiten Bündnis an zivilgesellschaftlichen Trägern der kulturellen, politischen und offenen Kinder- und Jugendbildung zu einer Protestaktion auf am

14.09.2023 von 12 – 14 Uhr vor dem Abgeordnetenhaus.

Der aktuelle Haushaltsentwurf des Senats sieht für den Bereich der kulturellen und der politischen Bildung und vor allem für die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit massive Kürzungen vor. Allein die Kürzungen bei den Projekten der Mitgliedsorganisationen der LKJ kommen auf ein Volumen von mehr als 2 Millionen Euro.

Im Bereich der queeren Bildung und diskriminierungskritischen Arbeit liegen die Kürzungen ebenfalls bei weit über einer Million. Diese Entwicklung wirkt sich nicht nur massiv auf die direkte Arbeit mit vielen Kindern und Jugendlichen aus, sondern beschädigt die zivilgesellschaftlichen Strukturen und die Zukunftsfähigkeit der Träger, die seit Jahren einen wichtigen Beitrag für ein soziales, offenes und demokratisches Miteinander in dieser Stadt leisten.

Wir fordern, dass die Kürzungen und vor allem die Streichungen von ganzen Projekten in der Kinder- und Jugendarbeit im weiteren Verfahren der Haushaltsabstimmungen zurückgenommen werden.

Eine partizipative, auf Inklusion ausgerichtete und diskriminierungskritische Kinder- und Jugendarbeit ist der beste Weg, um zu verhindern, dass Kinder- und Jugendliche zu gewaltbereiten Heranwachsenden werden.

Die Stärkung unserer präventiv wirkenden Angebote sehen wir langfristig als günstiger und nachhaltiger an als spätere eventuell vielleicht notwendige Interventionen und Maßnahmen.

Die Finanzierung von akuten Hilfsprogrammen (Maßnahmen zur Prävention von Jugendgewalt) darf nicht zulasten von bestehenden und wirksamen Projekten gehen. Dadurch ist mittel- und langfristig nichts gewonnen, sondern im Gegenteil: erfolgreiche Präventionsarbeit würde zunichte gemacht werden.

Das Land Berlin sollte zu seiner Aussage stehen, dass die Strukturen der Jugendarbeit gestützt und gestärkt werden. Die Kinder und Jugendlichen haben ein Recht auf Teilhabe, ein Recht auf eine breit aufgestellte Kinder- und Jugendarbeit, wie sie auch der Paragraf 11, SGB VIII vorsieht.


Ansprechpartner:
Cornelia Schuster
Leiterin LKJ – cornelia.schuster@lkj-berlin.de – fon 296 687 66

David Stachon
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – david.stachon@lkj-berlin.de - fon 296 687 66