Jugendliche aus dem Arbeitermilieu wurden in der Weimarer Zeit von Jugendkundler_innen und Fürsorgebehörden oft als gefährdet wahrgenommen - durch die Großstadt und ihre Vergnügungen, durch "Schund und "Schmutzliteratur" oder durch Erwerbslosigkeit.
Als gefährlich wurden Jugendliche wiederum aus denselben Gründen wahrgenommen und auch kriminalisiert, da viele von ihnen ihr Schicksal nicht passiv hinnahmen, sondern sich zu aktivem Widerstand entschlossen bzw. versuchten, eigene Freiräume durchzusetzen. Ihre Möglichkeiten, aber auch die Grenzen ihrer Handlungsräume stehen in diesem Gespräch zur Debatte.