Am Donnerstag, 15. Dezember 2016, um 10.30 Uhr erinnert der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma in der Gedenkstätte Sachsenhausen mit einer Gedenkveranstaltung und einer Kranzniederlegung an die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Sinti und Roma. An der Veranstaltung werden Überlebende, deren Familienangehörige und Vorstände der Landesverbände des Zentralrats teilnehmen.
Bei der Gedenkveranstaltung am zentralen Gedenkort „Station Z“ werden die stellvertretende Gedenkstättenleiterin Dr. Astrid Ley, der Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, und der Vizepräsident des Landtags Brandenburg, Dieter Dombrowski, zu den Anwesenden sprechen
Vor 74 Jahren, am 16. Dezember 1942, unterzeichnete Heinrich Himmler den "Auschwitz-Erlass". Damit begann die Deportation von 23.000 Sinti und Roma aus elf Ländern Europas in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, unter ihnen 10.000 deutsche Sinti und Roma aus dem damaligen Reichsgebiet. Fast alle wurden dort ermordet. Insgesamt wurden im besetzten Europa mehrere Hunderttausend Sinti und Roma durch Einsatzgruppen der SS oder in Konzentrationslagern ermordet. Im KZ Sachsenhausen waren mehr als 1.000 Sinti und Roma inhaftiert. Seit 2004 wird in der Gedenkstätte Sachsenhausen die Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma im Rahmen der Dauerausstellung „Medizin und Verbrechen“ dokumentiert.
Donnerstag, 15. Dezember 2016, 10.30 Uhr
Gedenkveranstaltung für die Opfer des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma
am zentralen Gedenkort "Station Z"
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg