Am 20. März 1943 wurden die ersten Mitglieder der Jüdischen Gemeinde von Thessaloniki in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Damit begann ein Prozess der Zerstörung einer der ältesten jüdischen Gemeinden im sephardischen Raum. Von den vorher 56.000 Mitgliedern der Gemeinde lebten am Ende des Zweiten Weltkrieges nur noch 1200. Insgesamt wurden etwa 59.000 griechische Juden, einschließlich der etwa 4.200 aus dem 1941 von Bulgarien annektierten Thrazien in die Vernichtungslager deportiert und ermordet.
Im November 2014 reiste die AG "Erinnern an ehemalige Schüler des Schiller-Realgymnasiums" nach Griechenland und setzte sich mit der Deportationsgeschichte der griechischen Juden im Kontext der deutschen Besatzung 1941 - 1944 auseinander.
Die Arbeitsgemeinschaft, die in Kooperation zwischen dem Schiller-Gymnasium und der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz geleitet wird, lädt herzlich zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich des Jahrestages des Beginns der Deportationen in Thessaloniki ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 19. März 2015, um 19.00 Uhr in der Aula des Schiller-Gymnasiums statt.
Im Zentrum der Veranstaltung steht ein Zeitzeugengespräch mit Chainz Kounio, Überlebender aus Thessaloniki
Um Anmdelung wird gebeten.