Die Gedenkstätte Sachsenhausen und der Landtag Brandenburg erinnern an französische Häftlinge im KZ Sachsenhausen
In einer gemeinsamen Veranstaltung erinnern die Gedenkstätte Sachsenhausen und der brandenburgische Landtag am Sonntag, 27. Januar 2013, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, in besonderer Weise an Franzosen, die von den Nationalsozialisten in das KZ Sachsenhausen verschleppt wurden. Am 25. Januar 1943, vor fast genau 70 Jahren, traf einer der größten Transporte aus Frankreich mit 1.600 Männern aus dem SS-Durchgangslager Royallieu bei Compiègne nahe Paris in Sachsenhausen ein. Die meisten Deportierten stammten aus dem von Deutschland besetzten Nordfrankreich. Sie waren als politische Gegner der deutschen Besatzungsmacht und der Vichy-Regierung und als Angehörige der Résistance-Bewegung verhaftet worden. Insgesamt waren von 1941 bis 1945 rund 8.000 Franzosen im KZ Sachsenhausen inhaftiert, von denen mindestens 1.174 das Lager nicht überlebten.
Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr mit einer Einführung durch Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch. Es folgen Ansprachen des französischen Botschafters Maurice Gourdault-Montagne und von Michel Claverie, der über seinen Vater Albert Claverie sprechen wird, der als Widerstandskämpfer in das KZ Sachsenhausen verschleppt wurde. Die Veranstaltung wird von Corinne Douarre (Gesang) und Dirk Hochmuth (Gitarre) mit Liedern und Chansons musikalisch begleitet. Anschließend findet am zentralen Gedenkort „Station Z“ eine Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung statt, bei der Landtagspräsident Gunter Fritsch eine Ansprache halten wird.
Sonntag, 27. Januar 2013, 14 Uhr
Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus: Franzosen im KZ Sachsenhausen
In Kooperation mit dem Landtag Brandenburg
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg
Information: www.stiftung-bg.de