77 Jahre nach der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau erinnert der Landtag von Baden-Württemberg am 27. Januar 2022 mit seiner zentralen Gedenkfeier an die Opfer des Nationalsozialismus. Der Landtag von Baden-Württemberg lädt an diesem historischen Tag nach Ravensburg ein. Im Jahr 1937 wurde hier ein kommunales Zwangslager zur Inhaftierung der örtlichen Sinti und Roma errichtet. 48 von ihnen überlebten das Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft nicht. Sie starben in unterschiedlichen Konzentrationslagern. Ihre Geschichte steht exemplarisch für die Verfolgung aller Sinti und Roma auf dem Gebiet des heutigen Baden-Württembergs.
Wir erinnern an die Opfer des Porajmos, an die Opfer einer menschenverachtenden Politik, an die Opfer der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft.
→ Musikalisches Intro Aaron Weiss (Klavier),
Sunny Franz (Violine)
→ Gedenkrede Muhterem Aras MdL,
Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg
→ Grußwort Dr. Daniel Rapp,
Oberbürgermeister der Stadt Ravensburg
→ Grußwort Daniel Strauß,
Vorstandsvorsitzender des Landesverbands der Sinti und Roma Baden-Württemberg
→ Fachvortrag "Der Völkermord an den Sinti und Roma: eine Herausforderung für die Gegenwart"
Dr. Karola Fings, Forschungsstelle Antiziganismus, Universität Heidelberg
→ Filmbeitrag über den Völkermord an den Sinti und Roma in Baden-Württemberg: "Das Lager am Rande der Stadt - Verfolgung und Erinnerung in Ravensburg"
Sarah Franz, Madeleine Kehrer, Moisha Georgia Klibisch, Armani Spindler, Robert Trapp
→ Musikalischer Ausklang Aaron Weiss (Klavier), Sunny Franz (Violine)
Aufgrund der pandemischen Lage wird der Gedenktag dieses Jahr im digitalen Raum stattfinden. Sie haben daher am 27. Januar 2022 die Möglichkeit sich dem Erinnern des Landtags online anzuschließen.
Ab 11:30 Uhr erinnern wir mit verschiedenen digitalen Beiträgen an die Verfolgten des Nationalsozialismus.
Teilnehmen können Sie über den folgenden Link: https://www.ltbw.de/gedenken
Der gesamte Gedenktag steht Ihnen auch zu einem späteren Zeitpunkt in der Mediathek des Landtags zur Verfügung.