Im Herbst 2021 blickte die KZ-Gedenkstätte Neuengamme auf ein Ereignis zurück, das für ihre Entwicklung von entscheidender Bedeutung war: Am 18. Oktober 1981 wurde am Rande des ehemaligen Lagergeländes das „Dokumentenhaus Neuengamme“ eröffnet.
Besucher*innen konnten sich nun erstmals vor Ort über die Geschichte des Lagers informieren; Überlebende und Angehörige bekamen eine Anlaufstelle.
Eine kontinuierliche Forschungs- und Vermittlungsarbeit begann, die Grundlagen für die heutige Gedenkstättenarbeit schuf.
Zeitgleich setzte eine intensive Vernetzungs- und Dokumentationstätigkeit ein: Bereits Anfang 1981 hatte die Bundeszentrale für politische Bildung eine erste Topographie der NS-Verbrechen in der Bundesrepublik veröffentlicht. Aus einem ersten Treffen von Gedenkstätteninitiativen anlässlich der Eröffnung des „Dokumentenhaus Neuengamme“ ging der Sammelband „Die vergessenen KZs?“ hervor, der die Geschichte des gesellschaftlichen Umgangs mit den Orten ehemaliger Konzentrationslager in der Bundesrepublik aus einer aktivistischen Perspektive kritisch resümierte.
Laut seinem Herausgeber Detlef Garbe verstand sich das Buch dabei auch als ein „Versuch, die historische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus nicht auf die zwölf Jahre der Naziherrschaft zu beschränken. [...] Die Auseinandersetzung mit unserer Geschichte, wie sie war, muss immer auch die Auseinandersetzung mit unserer Geschichte sein, wie sie weitergegangen ist und weitergehen soll.“
Ganz in diesem Sinne wollen wir 40 Jahre danach erneut eine historische Standortbestimmung unternehmen.
13.30-15.00 - Ortsbesichtigung (fakultativ mit Extra-Anmeldung)
15.00-16.00 - Empfang & Snack
16.00-16.15 - Begrüßung
16.15-17.00 - Einführung
17.00-17.15 - Kaffeepause
17.15-19.00 - Thesen zu Konferenzbeginn
19.15 ff. - Abendessen für alle Teilnehmer*innen in Neuengamme
9.00-11.00 - KZ-Gedenkstätten in der Bundesrepublik
11.00-11.30 - Kaffeepause
11.30-13.00 - KZ-Gedenkstätten in der DDR und Österreich
13.00-14.30 - Mittagessen
14.30-16.00 - Die 1990er-Jahre als Transformationszeit?
KZ-Gedenkstätten nach dem Ende des Kalten Krieges
16.00-16.30 - Kaffeepause
16.30-18.00 - Jenseits der ›großen Erzählung‹: Kontingenz und Ungleichzeitigkeit?
Lokale Entwicklungsgeschichten - vier parallele Workshops *
(Alternativ) Die museale Darstellung der Geschichte der KZ-Gedenkstätte Neuengamme Thematischer Rundgang und Diskussion in der Dauerausstellung
18.00-18.45 - Gedenkstättengeschichte als Forschungsgegenstand
Fragestellungen und Perspektiven
9.00-10.00 - Die Verräumlichung der historisch-politischen Bildung zur NS-Vergangenheit
Orte ehemaliger Konzentrationslager als ›Lernorte‹ – Versuch einer Historisierung
10.00-10.30 - Kaffeepause
10.30-12.00 - Gedenkstättengeschichte als Gesellschaftsgeschichte?
Historische Querschnittsthemen - vier parallele Workshops**
(Alternativ) Die museale Darstellung der Geschichte der KZ-Gedenkstätte Neuengamme - Thematischer Rundgang und Diskussion in der Dauerausstellung
12.00-13.30 - Mittagessen
13.30-15.00 - Praxistransfer und Ausblick
Nur eine „Nachgeschichte“? Gedenkstättengeschichte in der Ausstellungs- und Vermittlungsarbeit
Workshops: Jenseits der ›großen Erzählung‹: Kontingenz und Ungleichzeitigkeit?
Vortragstitel/Moderator*innen folgen im finalen Programm
1 Dr. Marco Brenneisen, Dr. Ann-Katrin Düben, Andreas Froese, Mod.: N.N.
2 Robert Obermair, Christian Rabl, Maik Ullmann, Mod.: N.N.
3 Andreas Ehresmann, Dr. Sabine Graf, Jens Hecker, Mod.: N.N.
4 Dr. Esther Abel, Thomas Altmeyer, Kirsten John-Stucke, Mod.: N.N.
Workshops: Gedenkstättengeschichte als Gesellschaftsgeschichte?
> Vortragstitel/Moderator*innen folgen im finalen Programm
1 Dr. Katja S. Baumgärtner, Christian Römmer, Laura Schilling, Mod.: N.N.
2 Dr. Henning Borggräfe, Ulrike Löffler, Fabian Schwanzar, Mod.: N.N.
3 Sarah Grandke, Margarita Wolf, Ulrich Tempel, Mod.: N.N.
4 Hanne Leßau, Rikola-Gunnar Lüttgenau, Dr. Paul Vehse, Mod.: N.N.