Am 14. Juni 2012 verabschiedete die Hamburgische Bürgerschaft einstimmig einen interfraktionellen Antrag zur Errichtung eines Denkmals für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz („DeserteurdenkmaI"). Damit brachte sie den einmütigen Willen zum Ausdruck, diese lange Zeit nicht anerkannte Opfergruppe zu würdigen und stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.
Der Beschluss zur Realisierung wurde am 28. August 2013 gefasst. Die Empfehlungen eines Beirats mit 15 Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Kunst, Architektur, Verbänden und Politik bildeten die Grundlage für die Auslobung des „Nichtoffenen Gestaltungswettbewerbs“. Elf der eingeladenen international renommierten Künstlerinnen und Künstler haben Vorschläge zum Thema erarbeitet.
Vom 12. bis 25. Juni 2014 präsentiert die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg im Leo-Lippmann-Saal, Finanzbehörde, Gänsemarkt 36, nunmehr die Ergebnisse des Gestaltungswettbewerbs zur Realisierung des Gedenkorts.
Die Wettbewerbsbeiträge können während der Ausstellungsdauer montags bis freitags
von 11 bis 18 Uhr (Einlass bis 17.30 Uhr) besichtigt werden. Eintritt frei.