KARLROBERT KREITEN (1916-1943) feierte bereits in den 1920er-Jahren Erfolge als Pianist. Er galt nicht als ein politisch interessierter Mensch. Im März 1943 äußerte Kreiten unter dem Eindruck der Niederlage von Stalingrad gegenüber einer Jugendfreundin seiner Mutter, dass der Krieg verloren sei, und nannte Hitler "einen Wahnsinnigen". Die Frau denunzierte Kreiten. Anfang Mai 1943 wurde er unmittelbar vor einem Konzert in Heidelberg festgenommen, nach Berlin überstellt und von der Gestapo verhört. Am 3. September 1943 verurteilte der "Volksgerichtshof" Kreiten wegen "Wehrkraftzersetzung, Feindbegünstigung und defaitistischer Äußerungen" zum Tode. Trotz mehrerer Gnadengesuche wurde er vier Tage später in Plötzensee ermordet.
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