Am 27. Februar 1943 fand die „Fabrik-Aktion" statt, bei der Tausende Jüdinnen und Juden an ihren Zwangsarbeitsstatten verhaftet und anschließend nach Auschwitz deportiert wurden. In Berlin waren auch viele in sogenannter Mischehe Lebende darunter, die im Sammellager in der Rosenstraße 2-4, dem ehemaligen Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, interniert wurden. Als ihre Angehörigen, vorwiegend Frauen, erfuhren, wo sie sich befanden, harrten sie tagelang vor dem Gebäude aus - bis zu deren Freilassung.
Programm
16 Uhr: Stilles Gedenken am Mahnmal Große Hamburger Straße, Berlin-Mitte
EI Male Rachamim: Kantor Issac Sheffer,
Kaddisch: Rabbiner Yitzak Ehrenberg
Anschließend Schweigemarsch zum Mahnmal Rosenstraße
17 Uhr: Gedenkfeier in der Rosenstraße, Berlin-Mitte, an der Skulptur der Bildhauerin Ingeborg Hunzinger
Die Veranstaltung findet in einem beheizten Zelt statt.
Gedenkode: Avitall Gerstetter
Worte des Gedenkens / Grußworte: Staatssekretar Andre Schmitz (Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten), Dr. Christian Hanke (Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte), Dr. Gideon Joffe (Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin)
Hebräischer Gebetsgesang: Avitall Gerstetter
Gedenkwort: Dr. Mario Offenberg, Adass Jisroel
Gedenkgebet: Rabbiner Yakov Zinvirt
Im Anschluss an die Gedenkfeier:
Generationengespräch mit Ruth Recknagel (Zeitzeugin), Katja Riemann (Schauspielerin, angefragt), Kathrin Pham (Schulerin aus Nordhausen), Moderation: Thomas Heppener (Anne Frank Zentrum)
Zwischen den Programmpunkten: Lesung von Zeitzeugendokumenten von Schülerinnen der Evangelischen Schule Berlin Zentrum
18.30 Uhr: Filmvorführung im Instituto Cervantes, Rosenstraße 18, 10178 Berlin
Begrüßung: Cristina Conde de Beroldingen Geyr (Direktorin des Instituto Cervantes in Berlin),
Filmvorführung: Rosenstraße (D/NL 2003, Regie: Margarethe von Trotta)
Wo: Denkmal für den Frauenprotest in der Rosenstraße (pfb/Grünfläche) |38354
Adresse: Rosenstraße 2-4, 10178 Berlin (Mitte)