Ausstellung
im Museum Jüdischer Betsaal Horb, Fürstabt-Gerbert-Str. 2, 72160 Horb.
Vom 25. Februar bis 10. April 2016.
Samstags und sonntags von 14.00 bis 18.00 Uhr oder für Gruppen an anderen Tagen nach Vereinbarung.
Tel. 0 74 51/62 06 89.
Die Tötungsanstalt Grafeneck bei Gomadingen auf der Schwäbischen Alb ist untrennbar verbunden mit der Landesgeschichte Baden-Württembergs und all seinen Landesteilen – auch mit Städten und Ortschaften aus dem Landkreis Freudenstadt. Aus 40 Einrichtungen für Behinderte auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg wurden von Januar bis Dezember 1940 Menschen nach Grafeneck verschleppt. Mehr als 10.000 Menschen wurde dort im Jahr 1940 ermordet.
An diesem Verbrechen waren Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger, Beamte und das Württembergische Innenministerium beteiligt. Die Familien der Ermordeten wurden mittels falscher Sterbeurkunden über die wahre Todesursache ihrer Angehörigen belogen.
Auch aus dem heutigen Landkreis Freudenstadt wurden viele Menschen nach Grafeneck gebracht. Aus Horb und seinen Teilorte konnten wir bisher 29 Personen recherchieren, die in Grafeneck ermordet wurden.
In der Ausstellung liegen aus:
Ein Namensbuch, das alle bisher bekannten Menschen aufführt, die in Grafeneck ermordet wurden.
Ein Ortsbuch, das alle Orte verzeichnet, von denen Bürgerinnen und Bürger nach Grafeneck verschleppt wurden.
Ausstellungseröffnung
am 25. Februar, 19.00 Uhr in der Musikschule Horb, Neckarstraße 74. Es spricht Thomas Stöckle, Leiter der Gedenkstätte Grafeneck.