Exklusiv für Mitglieder des Vereins EL-DE-Haus e.V.
mit Dr. Jürgen Müller
Fritz Bauer prägte die junge Bundesrepublik als hessischer Generalstaatsanwalt von 1956 bis zu seinem Tode 1968. Ihm war es zu verdanken, dass die Attentäter vom 20. Juli 1944 um Oberst Graf von Stauffenberg nicht mehr als „Verräter“, sondern als Widerständler angesehen wurden. Und er brachte die Auschwitz-Prozesse auf den Weg.
Fritz Bauer engagierte sich als Student und junger Jurist politisch, war auch im dänischen und schwedischen Exil politisch aktiv. Und 1949, nach der Rückkehr nach Deutschland, nutzte er seine juristischen Ämter, nicht nur, um NS-Straftäter vor Gericht zu stellen. Er wollte auch den „langen Arm“ des NS-Unrechtsstaates, der sich im Denken der bundesrepublikanischen Gesellschaft noch deutlich zeigte, aufbrechen. Für ihn war Artikel1, Satz 1 des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ die zentrale Leitlinie seines Handelns.
Ein Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Fritz Bauer - Der Staatsanwalt“
Für: Erwachsene | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Dr. Jürgen Müller | Teilnahme: kostenlos