Vortrag von Norbert Wolf, Generalstaatsanwalt Braunschweig
Fritz Bauer hat als Generalstaatsanwalt in Braunschweig und in Hessen, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, bundesrepublikanische Geschichte geschrieben. Dabei blieb sein Leben nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse. Als Jude und Homosexueller blieb Fritz Bauer von Ausgrenzung und Verfolgung nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten in die Emigration. Als Jurist und Strafrechtsreformer trat für ihn an die Stelle der Staatsräson um jeden Preis der Schutz der Würde des Einzelnen, gerade auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg zur Demokratie.
Ausstellungszeitraum: 9. März bis 28. Juni 2017
Öffnungszeiten: Mo., 10.00–21.00 Uhr;
Di. und Do. bis So., 10.00–18.00 Uhr;
Mi. geschlossen
Weitere Informationen zur Ausstellung:
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Institutes und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, in Kooperation mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, dem Münchner-Platz-Komitee e.V. und der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden.