Liebevoll und leichtfüßig, tieftraurig und berührend
Unaufgeregt, weise und sehr ehrlich portraitiert der Film die 90-jährige Frau Stern, eine kleine Frau, die mit festem Blick radikale und unverblümte Sätze spricht, welche eine*n in ihrer puren Wahrhaftigkeit zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken bringen. Sie hat vieles gelebt und überlebt, viele Männer geliebt, ein Restaurant geführt und – viel geraucht. Die Jüdin hat die Nazis überlebt. Liebe, das hat sie gelernt, ist eine Entscheidung. Der Tod genauso. Und so entscheidet Frau Stern, dass es nun an der Zeit ist, aus der Welt zu gehen. Der Einfachheit halber würde die resolute Dame gern an eine Waffe kommen.
»Liebevoll und leichtfüßig werden wir durch einen tief traurigen und berührenden Film geführt, welcher vom dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte erzählt und trotzdem Raum für so viel Schönheit und Liebe lässt.« (Jurybegründung, Achtung Berlin Filmfestival)