Die 1939/40 erfolgte militärische Okkupation Mittel-, Nord- und Südeuropas führte dazu, dass die besetzten Länder – die Tschechoslowakei, Polen, Norwegen, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Jugoslawien und Griechenland – Regierungen im Exil bildeten, deren Sitz ab 1940 London wurde. Prominente Persönlichkeiten organisierten von dort aus den Widerstand gegen Nazideutschland, und die neuen Exilregierungen wurden zu Informationszentren über die Verbrechen und zu Initiatoren der Widerstandsbewegung in ihren besetzten Ländern. 1943 entstand aus diesem Bündnis die „United War Crimes Commission“, die zur Planungsinstanz für die späteren Nürnberger Prozesse wurde. „Fluchtpunkt London“ ist ein Exempel für den europäischen Widerstand, die Unberechenbarkeit der Geschichte und den Untergang des alten Mitteleuropa.
Südwestfunk, 1991, 90 Minuten
Teil der Dokumentarfilm-Reihe „Die Rückkehr der Täter“ von Hannes Heer in Kooperation mit der Evangelischen Akademie der Nordkirche, der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft Hamburg e. V..
Preis: 10 Euro, ermäßigt: 7,50 Euro