Jazz am Abgrund und das Wiederaufleben aus den Trümmern des Krieges
NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium
Eintritt 15€ | 7,50€ ermäßig bei Erwerb der Karte im NS-Dokumentationszentrum; bei Bezug über München Ticket zzgl. Gebühren
Veranstalter: Europäische Kulturstiftung EUROPAMUSICALE und NS-Dokumentationszentrum München in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater München
Die Konzertreihe „Feindsender“ beleuchtet an sechs Abenden die kontroverse und tragische Situation des Jazz unter der Nazi-Diktatur. Die Konzerte werden ausführlich moderiert und mit interessanten Rückblicken auf die Musikszene und Zitaten aus Originalquellen angereichert. Das Ensemble besteht aus Studierenden und Dozenten der Hochschule für Musik und Theater München unter der künstlerischen Leitung von Tizian Jost.
Es werden dabei besonders begabte Musikerinnen und Musiker gefördert. Das NS-Dokumentationszentrum München veranstaltet diese Reihe in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kulturstiftung EUROPAMUSICALE und der Hochschule für Musik und Theater München.
Teil 4: Jazz am Abgrund und das Wiederaufleben aus den Trümmern des Krieges
Während des Zweiten Weltkriegs wurde es für die Jazzszene in Deutschland sowie in anderen besetzten Ländern immer schwieriger und gefährlicher, das unbeschwerte und unkonventionelle Lebensgefühl des Jazz auszuleben. Viele Jazzmusiker und -Fans wurden rassistisch angefeindet und in Konzentrationslager verschleppt. Andere passten sich der Nazi-Ideologie an. Die Jazzszene lebte im Untergrund, unter ständiger Bedrohung, weiter. Nach dem Krieg entwickelte sich in Deutschland und aus den Trümmern einstiger Jazzkeller wieder eine aufblühende Musikkultur. Das Konzert präsentiert deren Klänge bis in die frühen 1950er Jahre.