Fake News machen keine Geschichte!

22. Juni 2023
23:55 - Uhr
Ort: Marseille, Izieu und Lyon in Frankreich
Veranstalter: Goethe-Institut Lyon/Marseille; Gedenkstätte Maison d'Izieu u.a.

Neue (digitale) Lernräume für die deutsch-französische Erinnerungsarbeit

Die Gesellschaften sind einem radikalen Medienwandel unterworfen, den populistische und rechtsextreme Parteien nutzen, um aktuelle Ereignisse und historische Fakten zu verzerren. Mithilfe von Fake News, Hassreden, Filterblasen oder Echokammern agieren sie insbesondere auf digitalen Plattformen, um Verschwörungstheorien, Holocaustleugnung und diskriminierende Inhalte zu verbreiten.

Historische Gedenkstätten und Museen in Frankreich und Deutschland haben langjährige Erfahrung mit dem Einsatz von Formaten für die historisch-politische Bildung mit dem Ziel, ein kritisches Bild der Geschichte zu vermitteln. Doch welche Ansätze verfolgen diese Institutionen, um sich populistischen Geschichtsumdeutungen in den neuen Medien zu widersetzen? Welche Methoden benötigen junge Multiplikator*innen für ihre Arbeit an diesen Bildungsorten, um im Netz verbreitete Diskriminierung, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu erkennen und nachhaltig zu bekämpfen? Und wie können interdisziplinäre Methoden für die pädagogische Arbeit im institutionellen Kontext beider Länder anwendbar gemacht werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des deutsch-französischen Projekts „Fake News machen keine Geschichte“.

Sie sind Mediator*in / freie*r Mitarbeiter*in / Volontär*in einer Gedenkstätte, junge*r Lehrer*in oder Studierende*r der Geistes- oder Sozialwissenschaften? Sie haben selbst schon Erfahrungen in einem professionellen oder zivilgesellschaftlichen Kontext mit Geschichtsrevisionismus in den sozialen Medien gesammelt? Dann sind Sie bei diesem Projekt genau richtig!
 

Deutsch-französische Studienreise

Die Studienreise führt Sie vom 22. bis 27. Oktober 2023 nach Marseille, Izieu und Lyon in Frankreich. Während dieser fünf Tage sollen Sie und andere junge Multiplikator*innen mit Expert*innen der historisch-politischen Bildung, der Geschichts- und Medienwissenschaften sowie des Journalismus aus Deutschland und Frankreich zusammengebracht werden. Die Reise umfasst Workshops, Peer-Coachings, Gedenkstättenbesuche und eine öffentliche Abschlussdiskussion. Aufbauend auf diesen Arbeiten sollen erfolgversprechende Handlungsstrategien gegen Geschichtsrevisionismus im digitalen und analogen Raum in beiden Ländern erprobt und in einem Online-Toolkit zusammengetragen werden. Begleitet wird die Reise von digitalen Vor- und Nachbereitungstreffen und einer Diskussionsrunde.

Die Workshops und Peer-Coaching-Phase sind in drei thematische Module aufgeteilt und werden von Expert*innen begleitet :

Bewerben Sie sich!

- Sie sind Berufseinsteiger*in, Studierende*r oder Absolvent*in eines Freiwilligendienstes?
- Sie interessieren sich für neue Medien im Rahmen der historisch-politischen Bildung in Frankreich, Deutschland und Europa?
- Sie möchten neue Handlungsstrategien für digitale und analoge Lernräume entdecken und erproben und haben Lust darauf, sich mit anderen jungen Europäer*innen dazu auszutauschen?
- Sie wohnen in Deutschland oder in Frankreich?
- Sie sind zwischen 18 und 30 Jahre alt?

Dann bewerben Sie sich jetzt für die Teilnahme an „Fake News machen keine Geschichte!“ Kenntnisse in der Partnersprache sind wünschenswert, aber keine Voraussetzung.

Die Kosten für die Studienreise (Programm, Transfers vor Ort, Fahrtkostenpauschale für die An- und Abreise sowie Verpflegung) sind größtenteils gedeckt. Es ist eine Eigenbeteiligung von 150€ für Reise und Unterkunft vorgesehen. [1]

Senden Sie Ihr Motivationsschreiben und einen kurzen Lebenslauf an Katja Sporbert (Goethe-Institut Lyon): katja.sporbert@remove-this.goethe.de

Bewerbungsfrist: 22. Juni 2023

Weitere Informationen