Dr. Ekkehard Hübschmann
Ab November 1941 wurden über 4700 Menschen aus Ober-, Mittel- und Unterfranken ins Baltikum, nach Polen und nach Theresienstadt deportiert. Nur sehr wenige überlebten. Organisiert wurden die „Evakuierungen” genannten Abtransporte von der Gestapo-Leitstelle Nürnberg-Fürth mit ihren Außenstellen in Würzburg und Bamberg. Zur Täuschung aller Beteiligten hatten die Menschen warme Arbeitskleidung, Arbeitsgeräte, Öfen und Nahrungsmittel mitzunehmen.
Dr. Ekkehard Hübschmann, freier Historiker aus Bayreuth, beschäftigt sich seit zwei Jahrzehnten mit jüdischer Geschichte in Franken. Er stellt die acht Transporte bis 1944 sowie die Verhältnisse in den Lagern dar, geht exemplarisch auf Einzelschicksale ein, nennt die Namen der Täter und weist auf bestehende Kenntnislücken hin.
Eintritt frei.