„Evakuiert nach dem Osten“. Vortrag zur Vertreibung der Münchner Juden |
Mehr als 3.000 Juden aus München und den umliegenden Gemeinden wurden während des Nationalsozialismus in die Ghettos und Vernichtungslager Osteuropas verschleppt, nur wenige überlebten. Der Historiker Maximilian Strnad schildert am Donnerstag, 13. Dezember, um 19.00 Uhr im Gasteig ihren Leidensweg. Strnad beleuchtet die Vertreibung der Juden aus ihren Wohnungen, ihre Ghettoisierung in den zwei großen Lagern Milbertshofen und Berg am Laim und den Ablauf der Deportationen. Anhand ausgewählter Dokumente, Fotografien und Zeugenaussagen zeigt er die Rolle der Behörden und illustriert das Schicksal der Verfolgten. Der Historiker ist Autor des Buches „Zwischenstation Judensiedlung. Verfolgung und Deportation der jüdischen Münchner 1941–1945“. Der Vortrag ist die zweite von drei Veranstaltungen der Reihe „München im Krieg”, die das NS-Dokumentationszentrum München in Kooperation mit der Münchner Volkshochschule im Rahmen der Offenen Akademie realisiert. Veranstaltungsort ist der Gasteig, Rosenheimer Str. 5. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung online über die Homepage der Münchner Volkshochschule (www.mhvs.de) oder unter der Telefonnummer 4 80 06-62 39 (Kursnummer BG 346). Die Reihe wird am 24. Januar 2013 mit einem Vortrag über München im Luftkrieg fortgesetzt (BG 350). |
Anke Hoffsten, NS-Dokumentationszentrum München |