Am 22. Juni 1941 brach der Krieg über die Menschen in der Sowjetunion herein – unvermittelt und ohne Vorwarnung. Unter dem Decknamen „Barbarossa“ begann der deutsche Vernichtungsfeldzug zur Zerstörung des „jüdischen Bolschewismus“.
Die sowjetische Bevölkerung sah sich von einem auf den anderen Tag mit existenziellen Fragestellungen konfrontiert: Bleiben oder gehen? Wenn gehen, dann wohin? Und führt der einmal eingeschlagene Weg in die Sicherheit oder in das Verderben?
Millionenfach wurden diese Fragen gestellt. Familien wurden zerrissen, Kinder blieben auf sich gestellt und das Überleben war oft reine Glückssache. Doch sprachen auch in dieser Zeit Widerstandsbereitschaft und Solidarität mancherorts das entscheidende Wort.
Zum 75. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion wird den Erinnerungszeugnissen russisch-jüdischer Münchnerinnen und Münchner Gehör verschafft. Aus ihren Aufzeichnungen lesen Carolin Ebner und Thomas Loibl.
Moderation: Dr. Jürgen Zarusky, Institut für Zeitgeschichte München – Berlin
Veranstalter: Münchner Volkshochschule, Offene Akademie, IKG München und Oberbayern, Sozialabteilung, Archiv „Lebendige Erinnerung“ und NS-Dokumentationszentrum München