„Es war die Hölle“ / Gespräch über die bitteren Erfahrungen von Angehörigen der NSU-Opfer

6. Februar 2014
19:30 - 00:00 Uhr
Ort: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau
Veranstalter: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau

In der Berichterstattung über den NSU-Prozess stehen meist die Angeklagten im Zentrum. Wenig wird über die Familien der Opfer gesprochen. Es sind Menschen, die sich in Deutschland wohlgefühlt hatten. Nach dem gewaltsamen Tod ihres Angehörigen waren sie mit dem Verdacht konfrontiert, dieser oder sie selbst seien in eine kriminelle Szene verwickelt. Der Prozess bedeutet für die Opferfamilien mehr, als Schuld oder Unschuld der Angeklagten festzustellen. Sie wollen wissen, warum die Mordserie so spät aufgedeckt und gestoppt wurde. Yavuz Narin, der die Angehörigen von Theodoros Boulgarides als Anwalt der Nebenklage vertritt, spricht über die Bedeutung des Prozesses für die Familien, aber auch über das Versagen der Behörden. Über das rechtsextreme Umfeld des NSU informiert Marcus Buschmüllervom a.i.d.a.-Archiv München.

Kooperation: Lagergemeinschaft Dachau – aktuelle Informationen zum NSU-Prozess: www.nsu-watch.info