„Erschossen in Moskau …“ – Sonderausstellung in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

Ausstellung
1. Januar 2015 -
20. Dezember 2015
Ort: Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
Veranstalter: Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

Die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam zeigt seit Januar 2015 die Wanderausstellung „,Erschossen in Moskau…ʻ Die deutschen Opfer des Stalinismus auf dem Moskauer Friedhof Donskoje 1950 – 1953“. Aufgrund des großen Publikumsinteresses wird die Ausstellung bis 20. Dezember 2015 verlängert.


Die Ausstellung präsentiert das Schicksal der fast 1000 Deutschen, die Anfang der 1950er Jahre von sowjetischen Militärtribunalen zum Tode verurteilt und in Moskau hingerichtet wurden, unter ihnen zahlreiche ehemalige Häftlinge des Gefängnisses Leistikowstraße Potsdam. Ihre Asche wurde auf dem Moskauer Friedhof Donskoje in anonymen Massengräbern verscharrt. Seit zehn Jahren erinnert dort ein Gedenkstein an die 927 Opfer, darunter 60 Frauen. Die länderübergreifenden Forschungen zu diesem Thema, die 2004 von der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial und Facts & Files- Historisches Forschungsinstitut Berlin begonnen wurden, dauern noch an. Viele Schicksale konnten noch immer nicht endgültig geklärt werden. Mit der Ausstellung, die von Facts & Files erarbeitet und von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur finanziert wurde, sollen die Namen der Opfer dem Vergessen entrissen und gleichzeitig Zeitzeugen, Angehörige und Freunde um Ergänzungen zu den bisher ermittelten Informationen gebeten werden.


Die Gedenkstätte Leistikowstraße präsentiert die Ausstellung im Rahmen eines mehrteiligen Projektes zu hingerichteten Häftlingen des sowjetischen Untersuchungsgefängnisses, das die Gedenkstätte dank der Förderung durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in diesem Jahr realisieren kann. In diesem Rahmen wird die Gedenkstätte in Zusammenarbeit mit Facts & Files eine Broschüre erarbeiten, die alle Häftlinge des Gefängnisses Leistikowstraße biografisch vorstellt, die in den 1950er Jahren Todesopfer des Geheimdienstes wurden und deren Asche auf dem Donskoje-Friedhof verscharrt wurde. Mittlerweile konnte die Gedenkstätte im Rahmen ihrer Forschungen mehr als 80 Namen von Betroffenen ermitteln.



„,Erschossen in Moskau…ʻ Die deutschen Opfer des Stalinismus auf dem Moskauer Friedhof Donskoje 1950 – 1953“

Eine Wanderausstellung von Facts & Files - Historisches Forschungsinstitut Berlin, gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Bis 20. Dezember 2015


Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 14 bis 18 Uhr


Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

in der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam


Information: www.gedenkstaette-leistikowstrasse.de