Eröffnung der Sonderausstellung „Das schönste Konzentrationslager Deutschlands“

22. November 2015
14:00 - 00:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Veranstalter: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

„‘Das schönste Konzentrationslager Deutschlands‘ (‚Lagerarchitekt Bernhard Kuiper). Vom KZ Esterwegen zum KZ Sachsenhausen“  - Eröffnung einer neuen Sonderausstellung in der Gedenkstätte Sachsenhausen



Während das KZ Sachsenhausen für den polnischen Schriftsteller Andrzej Szczypiorski, der als Jugendlicher dorthin verschleppt wurde, „die Landschaft meiner bösen Träume“ war, rühmte der „Lagerarchitekt“ Bernhard Kuiper es als „das modernste, schönste und größte Lager seiner Art im deutschen Reiche“. Dieses Spannungsverhältnis ist Thema der Sonderausstellung „‘Das schönste Konzentrationslager Deutschlands‘ (‚Lagerarchitekt‘ Bernhard Kuiper). Vom KZ Esterwegen zum KZ Sachsenhausen“, die am Sonntag, 22. November 2015, um 14 Uhr in der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen eröffnet wird. Bei der Eröffnungsveranstaltung werden Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch, die Geschäftsführerin der Stiftung Gedenkstätte Esterwegen, Dr. Andrea Kaltofen, und der brandenburgische Kulturstaatssekretär Martin Gorholt zu den Anwesenden sprechen.


Die Ausstellung, die in Kooperation mit der Stiftung Gedenkstätte Esterwegen erarbeitet wurde, zeigt am Beispiel der von dem SS-Architekten Bernhard Kuiper entworfenen Konzentrationslager Esterwegen und Sachsenhausen die Verwandlung von Naturlandschaften in Stätten von Terror und Mord. Die im Rahmen von Kulturland 2015 geförderte Ausstellung beleuchtet damit einen besonderen Aspekt des diesjährigen Themas "gestalten - nutzen - bewahren. Landschaft im Wandel".


Ab 1934 gestaltete der 27-jährige Kuiper das KZ Esterwegen, wo Häftlinge die emsländischen Moorlandschaften kultivieren mussten, vollständig um. Nach seinen Entwürfen mussten die Häftlinge unter anderem einen Park mit Blockhütte, ein Schwimmbad und ein repräsentatives Haupttor errichten. 1936 wurde der „Lagerarchitekt“, wie er sich selbst nannte, mit den Planungen für ein neues Musterlager bei Berlin betraut. Am Stadtrand von Oranienburg entwickelte Kuiper auf einem als Naherholungsgebiet genutzten Forstgelände das KZ Sachsenhausen als riesiges „Ideal-Lager“, zu dem auch Kasernen und Siedlungshäuser für die SS gehörten.


Vor dem Hintergrund der im 19. Jahrhundert beginnenden Geschichte des Lagers als provisorisches Massenquartier zeigt die Ausstellung anhand von Plänen, Fotos, Objekten und Modellen die Planungen und den Aufbau der Konzentrationslager Esterwegen und Sachsenhausen sowie die Biografie des „Lagerarchitekten“ Bernhard Kuiper, der nach 1945 als freier Architekt in Leer tätig war und 1988 starb. Gezeigt wird auch, wie die Häftlinge den Aufbau der Lager erlebten, die unter dem brutalen Arbeitstempo und dem Terror der SS litten.



Sonntag, 22. November 2015, 14 Uhr

Eröffnung der Sonderausstellung „‘Das schönste Konzentrationslager Deutschlands‘ (‚Lagerarchitekt`‘ Bernhard Kuiper). Vom KZ Esterwegen zum KZ Sachsenhausen“


Begrüßung und Einführung:

Prof. Dr. Günter Morsch (Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten)


Grußworte:

Dr. Andrea Kaltofen (Geschäftsführerin der Stiftung Gedenkstätte Esterwegen)

Martin Gorholt (Staatssekretär des Ministeriums für Wissenschaft Forschung und Kultur des Landes Brandenburg)


Eine Ausstellung der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen in Kooperation mit der Gedenkstätte Esterwegen.


Öffnungszeiten: Di bis So 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr; ab 15. März 2016 täglich 8.30 Uhr bis 18 Uhr


Die Ausstellung ist bis zum 22. Mai 2016 im Neuen Museum der Gedenkstätte Sachsenhausen zu sehen und wird anschließend in der Gedenkstätte Esterwegen gezeigt.


Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Neues Museum (rechter Flügel)

Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg


Ein Projekt im Rahmen von Kulturland Brandenburg 2015 "gestalten - nutzen - bewahren. Landschaft im Wandel". Kulturland Brandenburg 2015 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kultur und das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen. Mit freundlicher Unterstützung der Investitionsbank des Landes Brandenburg.

Gefördert durch die Emsländische Landschaft e.V. und die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim.


Information: www.stiftung-bg.de