Ursel Hochmuth verfasste zahlreiche Darstellungen über den Widerstand 1933 bis 1945; zu ihren Hauptwerken gehören die „Streiflichter aus dem Hamburger Widerstand“ (1969 erschienen, 560 Seiten) sowie die Darstellung „Illegale KPD und Bewegung Freies Deutschland in Berlin und Brandenburg 1942–1945“ (1998 erschienen, 570 Seiten). Die Hamburger Autorin verstarb am 25. Februar 2014. Über ihre familiären, biografischen Hintergründe ihres lebenslangen Engagements für die Erinnerung an Widerstand und Verfolgung ist nur wenig bekannt. Mit Sicherheit gehören die Verfolgungen ihrer im kommunistischen Widerstand tätigen Eltern Käthe und Walter Hochmuth und die Hinrichtung ihres Stiefvaters Franz Jacob 1944 zu den frühen, prägenden Ereignissen in ihrer Kindheit und Jugend. Dem soll auf dieser Veranstaltung nachgegangen und das Gesamtwerk von Ursel Hochmuth gewürdigt werden.
Gast: Ilse Jacob, Schwester von Ursel Hochmuth und Tochter von Franz Jacob
Vortrag: Herbert Diercks, KZ-Gedenkstätte Neuengamme