Enthüllung einer historischen Informationstafel zum „Volksgerichtshof“

1. August 2014
10:30 - 00:00 Uhr
Ort: Potsdamer Straße 7, 10785 Berlin
Veranstalter: Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.

Am 1. August 1934 nahm der „Volksgerichtshof“ seine Arbeit in Berlin zunächst im Gebäude des Preußischen Landtages in der Prinz-Albrecht-Straße 5 (heute Sitz des Berliner Abgeordnetenhauses) auf. 1935 zog das Sondergericht in das ehemalige Königliche Friedrich-Wilhelms-Gymnasium. Als Adresse diente dessen Zufahrt in der Bellevuestraße 15. Eine Gedenktafel im Pflaster erinnert heute daran.

Das Gerichtsgebäude selbst befand sich abgeschirmt von Straßen im historischen Schulgebäude und stand schräg zu der erst in den 1990er Jahren erbauten Neuen Potsdamer Straße. Gegenstand der Verfahren vor dem „Volksgerichtshof“ waren politische Opposition und Widerstand gegen den NS-Staat, wobei der Begriff des Widerstandes weit gefasst wurde. Bis 1945 wurden mindestens 5.243 Angeklagte zum Tode verurteilt. Unter ihnen befanden sich Mitglieder bekannter Widerstandsgruppen wie der „Weißen Rose“, des „Kreisauer Kreises“, der von der Gestapo so genannten „Roten Kapelle“ und Beteiligte am Umsturzversuch vom 20. Juli 1944.

 

Es sprechen: Sabine Weißler

 

Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt und Naturschutz von Berlin-Mitte

Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

 

Freundliche Grüße – und hoffentlich bis zum 1. August in der Potsdamer Straße! Christine Fischer-Defoy, Vorsitzende des Aktiven Museums