Galerie Goldschmidt – Wallerstein
Dr. Fritz Goldschmidt (1886–1935) und Dr. Victor Wallerstein (1878–1944)
Ab 1920 befand sich in dem 1899/1900 von Rudolph Johann Goldschmidt (1850–1915) erbauten Wohnhaus am Schöneberger Ufer 36a (heute 67a) die nach den Gründern benannte Galerie „Dr. Fritz Goldschmidt – Dr. Victor Wallerstein“ für den Handel mit Kunst und Antiquitäten. Aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung und Diktatur musste die Kunsthandlung im Sommer 1934 schließen und das Gebäude wurde noch vor Kriegsbeginn verkauft. Fritz Goldschmidt verstarb 1935, Victor Wallerstein musste 1936 nach Italien emigrieren.
Im Jahr 2011 zeigte das Aktive Museum im Rahmen der Ausstellung „Gute Geschäfte. Kunsthandel in Berlin 1933–1945“ (Stiftung Neue Synagoge – Centrum Judaicum) die Auswirkungen der nationalsozialistischen Kunst- und Kunsthandelspolitik auf eine bis dahin weitgehend unabhängige Branche und recherchierte die häufig unbekannte Geschichte vieler Galerien. Diese Gedenktafel erinnert nun an die beiden antisemitisch verfolgten Kunsthistoriker Fritz Goldschmidt und Victor Wallerstein.
Im Anschluss an die Enthüllung bieten Gabriele Hulitschke und Paul Enck einen historischen Spaziergang durch das Lützow-Viertel an.
Achtung: Zugang zum Gebäude wegen einer Baustelle über das Gelände der Elisabeth Klinik
Treffpunkt: 10.50 Uhr, Lützowstraße 26