Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam lädt Sie herzlich ein zur
TAGUNG
Entgrenzung, Pluralisierung und Identitätsbestimmung
Herausforderungen der Zeitgeschichte in der Welt der Sozialwissenschaften
Datum: 25.-27. Februar 2016
Beginn der Tagung: Donnerstag, 25. Februar 2016, um 13.30 Uhr
Tagungsende: Samstag, 27. Februar 2016, 13.30 Uhr
Tagungsort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
- Großer Seminarraum -
Am Neuen Markt 9 d
14467 Potsdam
Anmeldung:
Interessierte, die an der Tagung teilnehmen möchten, nehmen bitte bis zum 17. Februar 2016 Kontakt mit Rüdiger Graf auf: graf@zzf-pdm.de . Bitte geben Sie an, ob Sie an allen Tagen teilnehmen möchten.
Tagungsorganisation:
Rüdiger Graf, Christopher Neumaier, Jenny Pleinen, Kim Christian Priemel
Die Tagung wird unterstützt von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung.
Seit dem Beginn der wissenschaftlichen Institutionalisierung der Zeitgeschichte haben Periodisierungsfragen, Anerkennungsbemühungen innerhalb der eigenen wie Abgrenzungen zu anderen Disziplinen sowie die Bestimmung der methodischen Identität das Fach periodisch beschäftigt. Die grundsätzliche Frage, was Zeitgeschichte ist, was sie sein kann und soll, stellt heute dringender denn je. Denn in einer Zeit, in der allenthalben die Forderung nach Interdisziplinarität gestellt wird, ist die inhaltliche und methodische Identität des Fachs Zeitgeschichte keineswegs selbstverständlich. Seine Vertreterinnen und Vertreter befinden sich nicht nur in medialer, sondern auch wissenschaftlicher Deutungskonkurrenz um das Bild der jüngsten Vergangenheit. Gerade die Perspektivverschiebung von der Nachgeschichte des Nationalsozialismus zur Vorgeschichte gegenwärtiger Problemkonstellationen (Hans Günter Hockerts) hat das Fach für neue Fragen geöffnet, seine Konturen aber in mehrfacher Hinsicht verwischt.
Die Tagung geht von drei Problemstellungen aus: Der zeitlichen und räumlichen Entgrenzung, der Methodenpluralisierung sowie der Deutungskonkurrenz und Identitätsbestimmung.
Ausgehend von diesen drei Problemstellungen sollen auf der Tagung grundsätzliche Fragen des zeithistorischen Selbstverständnisses diskutiert und dazu beigetragen werden, den oft unpräzisen – bisweilen sorglosen – Umgang mit Vokabular, Methoden und Theorien der sozialwissenschaftlichen Nachbardisziplinen auf eine nicht notwendig sichere, wohl aber gründlicher reflektierte Grundlage zu stellen. Die Tagung verfolgt dabei ein bewusst exploratives Anliegen und will herausfinden, wie aktuelle Forschungsprojekte mit den oben skizzierten Herausforderungen umgehen, welche Lösungsvorschläge sie erarbeiten und an welchen empirischen Phänomenen sie diese durchdeklinieren. Gefragt wird danach, an welchen Punkten die zeithistorische Forschung auf grundsätzliche Erkenntnisgrenzen stößt – und welche Probleme möglicherweise eher forschungspraktisch begründet sind.
Weitere Informationen zu dieser Tagung sowie das detaillierte Programm finden Sie auf der ZZF-Website und in der Datei im Anhang.
Wir würden uns sehr freuen, Sie auf unserer Tagung vom 25. bis zum 27. Februar 2016 in Potsdam begrüßen zu dürfen.
Anhang