El comboi dels 927
ES, 2004, 52 Min, R: Montse Armengou und Ricard Belis, Englisch, Originalinterviews mit engl UT.
Einführung von Jordi Guixé, von Memorial Democràtic (Barcelona)
(auf Katalanisch und Deutsch)
Am 24. August 1940 verließ ein Zug mit 927 spanischen Bürgerkriegsflüchtlingen die Stadt Angoulême in Südfrankreich. Sie glaubten, sich in eine noch nicht von den deutschen Truppen besetzte Region zu bewegen. Der Zug fuhr jedoch in den okkupierten französischen Norden. Vier Tage später brachte man die Spanier nach Mauthausen. Die Männer wurden dort von ihren Familien getrennt und ins Konzentrationslager gesteckt. Damit waren sie die ersten westeuropäischen Zivilisten, die in eines der Lager deportiert wurden. Die Frauen und Kinder traten einen verzweifelten und unsicheren Rückweg an. Nach 18 Tagen wurden sie schließlich zurück nach einem Spanien unter Franco, aus dem sie geflüchtet waren, gebracht. Dort erwartete sie Gefängnis, Verfolgung und die Angst um ihre Söhne, Ehemänner und Väter. Von den 470 spanischen Männern in Mauthausen kamen 87% ums Leben.
In der Reportage werden Interviews mit etwa 30 Überlebenden des Konvois, Männern und Frauen, geführt. Zahlreiche spanische, europäische und nordamerikanische Archive wurden zur Wiedergabe der schrecklichen Ereignisse konsultiert.
Montag, 6. September, 20 Uhr
Babylon Mitte
Rosa-Luxemburg-Str. 30
Tel.: 2425969
Eintritt: € 6,50
Eine Veranstaltung von Memorial Democràtic und Instituto Cervantes Berlin.
Informationen: www.cervantes.de