„Einblicke: Forschungen zum DP-Camp Zeilsheim und DPs in der Waldschmidtstraße“

Vortrag/Vorlesung
4. Dezember 2014
19:30 - 00:00 Uhr
Ort: Bildungsstätte Anne Frank, Hansaallee 150, 60320 Frankfurt am Main
Veranstalter: Bildungsstätte Anne Frank

Vortrag von Michal Grünwald (Jüdisches Museum, Frankfurt am Main)


Unterschiedliche Zeiten, aber doch ähnliche Geschichten? Michal Grünwald vom Jüdischen Museum in Frankfurt am Main beschäftigt sich in ihrem Vortrag mit jüdischen Überlebenden. Während das DP-Camp Zeilsheim in der Nähe von Frankfurt am Main bereits im November 1948 aufgelöst wurde, zogen 1957 im Rahmen einer Umsiedlung 125 Personen vom DP-Camp Föhrenwald in zwei Sozialbauten in die Waldschmidtstraße in Frankfurt.

Sowohl die Bewohner des DP-Camps Zeilsheim, als auch die ehemaligen Föhrenwalder DPs gehörten der selbsternannten Gruppe der „Sche’erit HaPleta“ an, dem „Rest der Geretteten“. Mit diesem Selbstverständnis versuchten sie bereits in den unmittelbaren Nachkriegsjahren ein gewisses Maß an Normalität zurückzugewinnen: Familien wurden gegründet, kulturelle, religiöse und landwirtschaftliche Einrichtungen betrieben. Was bestimmte das Leben im DP-Camp Zeilsheim und wie entwickelten sich die Lebensgeschichten der ehemaligen DPs in der Waldschmidtstraße?