Ein Wiener Jude in Buenos Aires: Guillermo Graetzer (1914-1933)

3. Mai 2018
20:00 - 00:00 Uhr
Ort: Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin
Veranstalter: musica reanimata e.V.

134. Gesprächskonzert von musica reanimata

Das Musikleben Nord- und Südamerikas wurde durch die gewaltsame Vertreibung jüdischer Künstler aus Mitteleuropa bereichert, insbesondere wenn die Neuankömmlinge die Chance bekamen, sich gut zu integrieren. Wilhelm Grätzer, der sich in Argentinien Guillermo Graetzer nannte, war so ein Glücksfall. Er studierte bei Ernst Lothar v. Knorr und Hindemith in Berlin und bei dem Schönbergschüler Paul Amadeus Pisk in Wien. Ende 1938 floh er mit seiner Familie nach Buenos Aires und wirkte dort als einflussreicher Pädagoge und als Komponist. Zwei aus Argentinien stammende Musiker sind unsere Zeitzeugen: der Komponist Carlos Graetzer, Guillermos Sohn, und der Geiger Antonio Spiller.

Melina Paetzold - Klarinette

Clemens Linder - Violine

Holger Groschopp - Klavier

Werke:

Guillermo Graetzer "Sestina" für Violine und Klavier (1976) Guillermo Graetzer "Epitafio para J. J. Castro" für Klarinette und Klavier (1982) Guillermo Graetzer Grave für Violine solo (1945) Guillermo Graetzer Auszüge aus den Toccaten (1938) und Bagatellen (1946) für Klavier