Samstag 23. April 2016–Sonntag 24. April 2016 Gesprächsseminar zur Familiengeschichte
KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum
Seminarleitung: Karin Heddinga, Thomas Käpernick und Dr. Oliver von Wrochem
Das Seminar "Ein Täter / Eine Täterin in der Familie?" richtet sich an Personen, die sich intensiver mit NS-Täterinnen und Tätern in der eigenen Familie auseinandersetzen wollen. Wir tauschen uns aus, was es heißt, gemeinsam auf die Suche nach unliebsamen Wahrheiten zu gehen. Wie kann es gelingen, mit der Kenntnis von Täterschaft in der Familie umzugehen? Welche Formen gibt es, die im Umgang mit dem Wissen helfen? Was lässt sich über die Motive bzw. die Antriebskräfte zur Täterschaft sagen? Einzelne Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichten über die Ergebnisse ihrer Recherchen und die Motivation, sich ihrer Familiengeschichte zu stellen. Vorgestellt werden Auszüge aus einem neuen Dokumentarfilm und eine Publikation, die u.a. Fragen von Loyalität und Illoyalität in der eigenen Familie, sowie des Umgangs mit dem moralischen und familiären Erbe nach 1945, psychosoziale Folgen für die Angehörigen und Formen der Begegnung von Täter- und Verfolgtennachkommen behandeln. Auch aktuelle Perspektiven des gesellschaftlichen Umgangs werden aufgegriffen. Schwerpunkt bilden die eigenen biographischen Erfahrungen.
Kosten 30 Euro, ermäßigt 20 Euro (inklusive Verpflegung)
Anmeldungen bis zum 15. April bei Oke Spieker, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum
Nachfragen an: Oliver.vonWrochem@kb.hamburg.de