Michael Rosenberg übergibt private Dokumente im Original an das Archiv der KZ-Gedenkstätte Neuengammeam 7. Oktober 2015 um 11 Uhr im Studienzentrum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Jean-Dolidier-Weg 75, 21039 Hamburg.
Michael Rosenberg ist der Sohn der als Jüdin verfolgten Irmgard Posner, geb. Dietze, die 1941 vom Hannoverschen Bahnhof nach Minsk deportiert und dort 1944 ermordet wurde.
Er war 6 Jahre alt, als er zusehen musste, wie seine Mutter und sein Stiefvater Karl Posner im November 1941 von der Moorweide abtransportiert wurden.
Michael Rosenberg, der den Krieg getarnt als „arisches“ Kind in der Kinderlandverschickung überlebte, erhielt bei Kriegsende einen Koffer von seiner Großmutter, bevor die selbst nach Südamerika auswanderte. In diesem Koffer befinden sich bis heute die Briefe seiner Mutter aus der Zeit vor ihrer Deportation nach Minsk, Briefe seines als „arisch“ klassifizierten Vaters und seiner Großmutter väterlicherseits, außerdem seine eigenen als Kind an die Familie geschriebenen Briefe und Familienfotos.
Nach einer langen Entscheidungsphase wird Michael Rosenberg sich von dem Koffer trennen
und diese Sammlung von Dokumenten im Beisein von Angehörigen und Freunden an die
KZ-Gedenkstätte Neuengamme übergeben.
Dr. Detlef Garbe: „Ein bewegendes Konvolut an Briefen und Erinnerungsstücken kommt in die
KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Wir sind sehr froh darüber, unser Archiv um diese seltenen und berührenden Zeitdokumente zu ergänzen.“
Der Direktor der Gedenkstätte, Dr. Detlef Garbe, und der Leiter des Archivs, Dr. Reimer Möller, werden bei der Übergabe am 7. Oktober anwesend sein und gemeinsam mit Michael Rosenberg für Fragen zur Verfügung stehen.
Für Rückfragen:
Karin Schawe, KZ-Gedenkstätte Neuengamme,
Tel.: 040 - 428 131 536
E-Mail: karin.schawe@kb.hamburg.de