Seit 2021 fördert die Stiftung EVZ auf Initiative und mit Zuwendungsmitteln des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) im Rahmen derBildungsagenda NS-Unrecht Projekte der historisch-politischen Bildungsarbeit, die sich den gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen der Gegenwart stellen - in Deutschland und Europa. Ziel ist die geschichtsbewusste, aktivierende Vermittlung der Lehren aus der NS-Vergangenheit und die Sichtbarmachung von Erfahrungen der von Verfolgung Betroffenen.
Dabei bedienen sich die geförderten Projekte interdisziplinär und multiperspektivisch unterschiedlicher Formate und Ansätze: Partizipative Theater- und Ausstellungskonzepte, Archive und Bilddatenbanken zur NS-Geschichte, berufsgruppenorientierte Bildung gegen Diskriminierung, ortsspezifische Apps und Serious Games wie auch neue Wege der Erinnerung für Gedenkstätten schaffen Sichtbarkeit und fordern Auseinandersetzung ein, mit einem besonderen Augenmerk auf jüngere Generationen.
Mit der Veranstaltungsreihe „Education in Motion“ möchte die Stiftung EVZ die im Rahmen der Projekte gesammelte Expertise einem Fachpublikum und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen und an aktuelle Diskurse anknüpfen. Geplant sind vier öffentliche Veranstaltungen im Jahr 2023 und 2024, welche im Format mit einführendem Keynote-Talk und anschließendem Fachgespräch auf dem Podium durchgeführt werden. Die vier Veranstaltungen repräsentieren dabei die vier inhaltlichen Cluster des Förderprogramms hinsichtlich ihrer Besonderheiten.

Format: Keynote von Dr. Daniel Logemann (Leitung des Museums Zwangsarbeit im Nationalsozialismus) mit anschließendem Fachgespräch auf dem Podium
Podiumsteilnehmer:innen: Dr. Michael Gander (Geschäftsführer Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht, Projekt „Von einem Ort des Jubels zu einem Ort des Unrechts“), Anke Heelemann (Künstlerin, Interventionen 2024: Zwangsarbeit in aller Öffentlichkeit) und Dr. Nicolas Moll (Historiker & Projektleiter von „Wer ist Walter?“)
Moderation: Jens Schley (wissenschaftliche Geschäftsführung Bildungsagenda NS-Unrecht, Stiftung EVZ)
Zeit: 18:30-20:30 Uhr am Dienstag, den 19. November 2024
Ort: Im Boris-Romantschenko-Saal des Museums Zwangsarbeit im Nationalsozialismus (Jorge-Semprún-Platz 2, 99423 Weimar)
Das Event findet hybrid statt – neben einer Teilnahme vor Ort ist es möglich, die Veranstaltung live über den Youtube-Kanal der Stiftung EVZ anzusehen. Dort wird der Livestream-Mitschnitt auch im Anschluss an die Veranstaltung veröffentlicht. Für eine Teilnahme vor Ort ist eine Anmeldung via Formular notwendig.