ConAct bietet 2023 erneut Diskursprojekte zur Qualifizierung von Fachkräften der Jugend- und Bildungsarbeit in Deutschland an: eine Seminarwoche in Deutschland verbunden mit einer Begegnungsreise nach Israel
Antisemitische und israelfeindliche Einstellungen sind in Deutschland zunehmend verbreitet. Negative Zuschreibungen, Verschwörungsmythen und Hetze gegen Jüdinnen und Juden zeigen immer wieder aufs Neue, wie virulent das Problem ist.
Auch Fachkräfte der Jugend- und Bildungsarbeit sind mit verschiedenen Formen von Antisemitismus konfrontiert. In ihrer täglichen Arbeit stehen sie häufig abwertenden und bisweilen aggressiven Äußerungen gegen Jüdinnen*Juden und Israel gegenüber, denen nicht immer leicht zu begegnen ist. Vielfach besteht vor allem Unsicherheit, wie auf tradierte Negativbilder von „den Juden“, auf israelfeindliche Äußerungen oder Verleugnungen der nationalsozialistischen Judenverfolgung reagiert werden kann.
Das Projekt von ConAct „Sichtbar Handeln! Umgehen mit Antisemitismus in Jugend- und Bildungsarbeit“ bietet Fachkräften der Jugend- und Bildungsarbeit in Deutschland ein fachliches Lern- und Diskursangebot zur Arbeit gegen Antisemitismus sowie Israelfeindschaft und verbindet Einheiten zum Wissenserwerb, zur Selbstreflexion und zum Perspektivwechsel. Das Angebot besteht aus einem einwöchigen Seminarteil in Deutschland (Modul I) und einer Begegnungsreise nach Israel (Modul II).
Modul I
Seminarwoche:
Antisemitismus – Geschichte, aktuelle Erscheinungsformen und pädagogische Handlungsmöglichkeiten
Modul II
Begegnungsreise:
Begegnungsreise in die vielfältige Gesellschaft Israels
Inhalte und Lernziele der Diskursprojekte:
Terminangebote:
Gruppe 1/2023
Gruppe 2/2023
Optional für beide Gruppen
Weitere Informationen:
Wer: Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, der Jugendsozialarbeit und Jugendbildungsarbeit in Deutschland, die noch keine private oder berufliche Erfahrung mit Israel haben
Teilnehmendenanzahl: Die Zahl der Teilnehmenden ist auf maximal 20 Personen pro Diskursgruppe begrenzt.
Sprache: Das Programm in Deutschland wird auf Deutsch stattfinden. Ausgewählte Programmteile während der Begegnungsreise in Israel werden auf Englisch durchgeführt.
Teilnahmegebühr: Die Teilnahmegebühr beträgt für beide obligatorischen Module der Diskursprojekte – das Seminar in Deutschland und die Begegnungsreise nach Israel – 300 Euro. Die Flugkosten sowie Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Programm sind damit abgedeckt; Fahrtkosten zum Seminarteil in Deutschland können erstattet werden (Bahn: 2.Klasse).
Für das optionale Modul III beträgt die Teilnahmegebühr 50 Euro. Darüber hinaus entstehen keine Kosten. Fahrtkosten können ebenfalls erstattet werden.
Bitte melden Sie sich bis zum 15. März 2023 über das Anmeldeformular an. Die Auswahl der Bewerber*innen findet nach der Anmeldefrist statt.