„Dienstags in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel“

Vortrag/Vorlesung
27. März 2012
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel
Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Erinnerungen an Otto Grot

Der gelernte Tischler Otto Grot, geboren am 17. Juli 1905 in Kastorf/Kreis Herzogtum Lauenburg, war bereits aktives Mitglied der SPD und des Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, als er 1925 Hilfswachtmeister der Hamburger Ordnungspolizei wurde. 1932 wurde er zum Polizeileutnant befördert. Während seiner Tätigkeit bei der Ordnungspolizei vermittelte Otto Grot seine im Beruf gewonnenen Kenntnisse an die Schutzformationen („Schufos“) des Reichsbanners, die sich auf die Verteidigung der Republik gegebenenfalls auch mit Waffengewalt einstellten. 1933 als aktiver Sozialdemokrat aus dem Polizeidienst entlassen, organisierte Otto Grot den Widerstand seiner Barmbeker Schufo-Gruppe 11. Er überlebte KZ-Haft, Zuchthaus und Bewährungsbataillon 999. 1946 kehrte Otto Grot aus der Kriegsgefangenschaft nach Hamburg zurück und übernahm innerhalb der Polizei leitende Funktionen. 1952 wurde er Kommandeur der Hamburger Schutzpolizei. Große Verdienste erwarb er sich für Hamburg bei der Koordinierung der Rettungsmaßnahmen während der Sturmflut 1962. Otto Grot starb am 10. September 1987 in Hamburg.

Vortrag von Herbert Diercks. Zahlreiche Fotos und Dokumente aus dem Nachlass Otto Grots´ werden vorgestellt.