Die Zunft zwischen historischer Forschung und musealer Repräsentation

30. Mai 2013 -
1. Juni 2013
Ort: Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Aufseß-Saal
Veranstalter: Germanisches Nationalmuseum

Vom 21. März bis 7. Juli 2013 präsentiert das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg die große Sonderausstellung „Zünftig! Geheimnisvolles Handwerk 1500 1800“. Sie bietet den Rahmen für die interdisziplinäre Tagung „Die Zunft zwischen historischer Forschung und musealer Repräsentation“. Das zünftige Handwerk hat durch die Forschung in den letzten Jahrzehnten eine neue Würdigung erfahren. Noch offene Fragen stellen sich unter anderem im Zusammenhang mit den zahlreich überlieferten dinglichen Hinterlassenschaften der Zünfte. welcher Quellenwert ist ihnen beizumessen und wie ergänzen oder korrigieren sie die Aussagen der anderen Quellengattungen? Wie und mit welchen Zielen gehen die Hüter dieses Denkmalbestandes – die Museen – damit um, und welche Möglichkeiten eröffnen sich dadurch auch für die nichtmuseale Forschung? Kann museale Präsentation die zahlreichen Facetten des Phänomens Zunft in seiner chronologisch und regional bedingten Vielfalt repräsentativ vermitteln?

Anmeldung

Bitte melden sie sich verbindlich bis 10. Mai 2013 an.

Es werden keine Tagungsgebühren erhoben.

Information und Anmeldung

Dr. Anke Keller; E-Mail: zunfttagung@<wbr></wbr>gnm.de

Donnerstag, 30. Mai 2013

ab 12.00 Uhr Anmeldung im Tagungsbüro

(Germanisches Nationalmuseum, Foyer)

14.00 – 14.15 Uhr Begrüßung

G. Ulrich Großmann, Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums

14.15 – 14.30 Uhr Ruth-E. Mohrmann (Münster): Einführung ins Tagungsthema

Sektion 1:

Die Zunft in der historischen Forschung

14.30 – 15.00 Uhr Reinhold Reith (Salzburg): Zur Relevanz der „Zunftaltertümer“ in der nichtmusealen historischen Forschung

15.00 – 15.30 Uhr Arnd Kluge (Hof): Zunftrechnungen als Quelle der Mentalitätsgeschichte des alten Handwerks

16.00 – 16.30 Uhr Lina Hörl (Bamberg): Zunft und Handwerk im Hochstift Bamberg (1650 – 1800)

16.30 – 17.00 Uhr Marcel Korge (Leipzig): Bis zum letzten gang …Aspekte zünftiger Funeralkultur in Sachsen

Freitag, 31. Mai 2013

Sektion 2:

Zunft in der musealen Repräsentation

9.30 – 10.00 Uhr Leo von Stieglitz (Stuttgart): Traditionen. Zur Vermittlung von Zunftgeschichte und Mentalitäten im Museum der Alltagskultur, Waldenbuch

10.00 – 10.30 Uhr Anke Keller (Nürnberg): Die Sonderausstellung „Zünftig!“ im Germanischen Nationalmuseum – Einblicke in Konzept und Umsetzung

11.00 – 11.30 Uhr Franz Egger (Basel): Die Ausstellung „Zünfte und Gesellschaften in Basel“. Konzeptionelle Grundlagen

11.30 – 12.00 Uhr Patrick Schmidt (Rostock): Medien der Erinnerung, des Rituals und der sozialen Distinktion: Überlegungen zum Quellenwert zünftischer Sachgüter in einer kultur- und sozialgeschichtlichen Perspektive

14.00 – 15.30 Uhr Führung durch die Ausstellung „Zünftig!“

16.00 – 16.30 Uhr Andreas Büttner (Braunschweig): Die Einbettung der „Handwerksaltertümer“ in das neue Schausammlungskonzept des städtischen Museums

16.30 – 17.00 Uhr Anke Hufschmidt (Hagen): „gute alte Zeit?“ Zünftiges handwerk in Bildquellen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts

17.00 – 17.30 Uhr Beate Fücker (Nürnberg): Dem bloßen Auge unsichtbar – kunsttechnologische Forschungen an Zunftobjekten im Germanischen Nationalmuseum

Samstag, 1. Juni 2013

Sektion 3: Zunft heute

9.30 – 10.00 Uhr Otto Lohr (München): Nostalgisch oder zeitgemäß? Chancen der Präsentation von Handwerk im Museum.

10.00 – 10.30 Uhr Winfried Hecht (Rottweil): Zünfte in Rottweil: Zwischen museal und aktuell

11.00 – 11.30 Uhr Susanne Sylvester / Michael Messer (Augsburg): Das schwäbische Handwerkermuseum –

Sammlungsgeschichte und Ausstellungskonzept

11.30 – 12.30 Uhr Zusammenfassung der Ergebnisse als allgemeine Diskussion – Leitung: Ruth-E. Mohrmann (Münster)

Kontakt:

Dr. Anke Keller

Germanisches Nationalmuseum, Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg

zunfttagung@<wbr></wbr>gnm.de

URL:http:/<wbr></wbr>/www.gnm.de