Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Menschen unter Diktaturen" möchte Sie das Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF Potsdam) herzlich einladen zu zwei Dokumentar-Theater-Aufführungen im Innenhof der Potsdamer Gedenkstätte Lindenstraße:
"Die Wannsee-Konferenz"
ein Dokumentar-Theater-Projekt des Historikerlabor e.V.
Datum: Freitag | Sonnabend, 8. und 9. Juli 2016 | Beginn: jeweils 19 Uhr
Veranstaltungsort:
Gedenkstätte Lindenstraße
Innenhof
Lindenstraße 54
14467 Potsdam
Veranstalter:
Stiftung Gedenkstätte Lindentraße
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Regionalbüro Berlin Brandenburg
Hinweise zur Teilnahme:
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten:
über den zentralen Service der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit service@freiheit.org
oder über die Gedenkstätte Lindenstraße
info@gedenkstaette-lindenstrasse.de , Tel. 0331- 289 61 36 (Di-So von 10-18 Uhr)
Am 20. Januar 1942 trafen sich 15 hochrangige Vertreter der deutschen Ministerialbürokratie, der
NSDAP und der SS zu einer Besprechung am Großen Wannsee. Der einzige Tagesordnungspunkt:
die sogenannte „Endlösung der Judenfrage“.
Das Protokoll der Wannsee-Konferenz ist ein Schlüsseldokument der NS-Judenverfolgung. Trotz
einer verschleiernden Sprache belegen Worte wie „Lösungsmöglichkeiten“ oder „Evakuierungsmaßnahmen“ das klare Ziel der Nationalsozialisten – die Deportation und Ermordung von elf Millionen Menschen.
In der Inszenierung „Die Wannsee-Konferenz“ nehmen 15 Historiker, die das Protokoll kritisch
befragen und kommentieren, den Platz derer ein, die 1942 die Ermordung der europäischen Juden
besprachen.
Eine Theateraufführung des Historikerlabor e.V. von Christian Tietz (Konzeption und Regie) und
Kalliniki Fili (Dramaturgie).
9. Juli 2016 | 20.30 Uhr
im Anschluss an die Theateraufführung
Diskussion
„Volksverräter" und "Lügenpresse"
Die neue Rechte und die Sprache des Nationalsozialismus“
Grußwort
Uta Gerlant (Vorstand der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße)
Axel Graf Bülow (Landesvorsitzender der FDP Brandenburg)
AfD, Pegida und Co. verwenden heute Schlagwörter wie „Volksverräter“ oder „Lügenpresse“. Diese
Begriffe sind nicht neu. Sie fanden bereits in der NS-Zeit Anwendung. Die Benutzung einer
radikalisierten und diskriminierenden Sprache zeigt, wes Geistes Kinder ihre Sprecher sind.
Es diskutieren:
Michael Miersch (Publizist)
Volker Lösch (Regisseur)
Dr. Waltraud Sennebogen (Historikerin)
Moderation:
Uta Gerlant
Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie auf der ZZF-Website.
Wir würden uns sehr freuen, Sie zu den Aufführungen des Dokumentar-Theater-Projekts im Innenhof der Potsdamer Gedenkstätte Lindenstraße begrüßen zu dürfen.
Anhang