Die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus

19. Mai 2010
19:00 - 22:00 Uhr
Ort: Stiftung Topographie des Terrors
Veranstalter: Amadeu Antonio Stiftung

Die Amadeu Antonio Stiftung präsentiert in Zusammenarbeit mit der Stiftung Topographie des Terrors zwei Dokumentarfilme des Alternativen Jugendzentrums Dessau über die Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus. Im Anschluss laden wir Sie herzlich zum Mitdiskutieren ein.

Eintritt frei.


Was mit Unku geschah – Das kurze Leben der Erna Lauenburger


35 Minuten

Erna Lauenburger, genannt Unku, war die Titelheldin des Ende der 1920er Jahre in Berlin spielenden Romans „Ede und Unku“ von Alex Wedding. Eine Jugendgruppe des Alternativen Jugendzentrums Dessau zeichnet in diesem Dokumentarfilm den Lebensweg von Erna Lauenburger und ihr nahestehender Personen nach und beleuchtet den nationalsozialistischen Völkermord an Sinti und Roma.


 

Nicht wiedergekommen


52 Minuten

Von 27 Angehörigen der Familie Franz überlebten lediglich vier Personen den Völkermord an den Sinti und Roma. Die Orte, an denen Familienmitglieder u.a. litten und starben, stehen für unvorstellbares Leid: Sachsenhausen, Dachau, Neuengamme, Buchenwald, Auschwitz-Birkenau,Mittelbau-Dora, Bergen-Belsen.Wald-Frieda Weiss, geborene Franz, erinnert sich schmerzlich an den Verlust ihrer Mutter, mit der sie gemeinsam viele Jahre in den Konzentrationslagern Lichtenburg und Ravensbrück litt, bis Franziska Franz in der Bernburger Gaskammer ermordet wurde, sowie an den geliebten Vater Gustav Franz,der im Konzentrationslager Mauthausen an den Folgen von Misshandlungen starb.


 

  • Siegfried Franz, Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti e.V.
  • Jana Müller, Alternatives Jugendzentrum Dessau
  • Christian Staffa, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
  • Andrés Nader, Amadeu Antonio Stiftung
  • Begrüßung: Thomas Lutz, Stiftung Topographie des Terrors



Diese Veranstaltung ist Teil des Modellprojekts „Antisemitismus in Ost und West: Lokale Geschichte sichtbar machen“ der Amadeu Antonio Stiftung. Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“.