„Die Stille schreit“

Film
15. Dezember 2022
19:30 - Uhr
Ort: Kinosaal der KZ‑Gedenkstätte Dachau, Alte Römerstraße 75, 85221 Dachau
Veranstalter: Lagergemeinschaft Dachau, Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte, KZ‑Gedenkstätte Dachau

Filmvorführung und Nachgespräch mit Josef Pröll

Josef Pröll macht sich zusammen mit Miriam Friedmann auf die Spurensuche ihrer Großeltern, den Familien Oberdorfer und Friedmann. Der Film (74 Minuten, 2019) erzählt die Geschichte zweier Augsburger Familien. Sie sind vor 1933 angesehene Geschäftsleute und weit über Augsburg und Schwaben hinaus bekannt. Durch die „Arisierung“ jüdischen Besitzes werden sie gezwungen ihre Firmen und die wertvollen Immobilien zu verkaufen. Geradezu »sachlich« und ohne »erhobenen Zeigefinger« zeigt der Film, wie perfide das System arbeitet, welche Behörden verstrickt sind und wie die meisten Menschen sich, wie selbstverständlich, am jüdischen Besitz bereichern. Die Namen sind beliebig austauschbar. Tausendfach hat es solche Schicksale gegeben. Eine unglaublich spannende und emotionale Geschichte deren Auswirkungen bis in die heutige Zeit reichen. Der Film lässt Fragen aufkommen, die leider auch für unsere Gesellschaft wieder von Bedeutung sind.
Nach der Filmvorführung steht der Regisseur Josef Pröll, selbst Kind von KZ-Überlebenden, für ein Nachgespräch zur Verfügung.

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