Gesprächsrunde
Die Sprengung der Zeppelintribüne 1967. Dr. Oscar Schneider und Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich im Gespräch
Moderation: Dr. Alexander Schmidt
Die Bauten auf dem Reichsparteitagsgelände erfuhren nach 1945 nicht nur vielfältige Nutzungen, sondern auch bauliche Veränderungen. Während die Abtragung der Luitpoldarena in den 1950er Jahren und die Überbauung des Märzfeldes durch den neuen Stadtteil Langwasser Anfang der 1960er Jahre wenig Kritik hervorriefen, führte die Sprengung der Säulengalerien der Zeppelintribüne im Juni 1967 zu scharfen öffentlichen Auseinandersetzungen. Die offizielle Begründung, wonach die Sprengung wegen Baufälligkeit erfolgt sei, erschien vielen als fragwürdig. Sie vermuteten, dass die baulichen Probleme als willkommener Anlass genommen worden seien, sich der unliebsamen NS-Bauten und damit der nationalsozialistischen Vergangenheit zu entledigen. Dr. Alexander Schmidt, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Dokumentationszentrums, diskutiert mit Dr. Oscar Schneider, dem damaligen CSU-Fraktionsvorsitzenden im Nürnberger Stadtrat, sowie mit Daniel F. Ulrich über die umstrittene Entscheidung und ihre Folgen.
Di, 08.03.2016, 18.30 Uhr
Eintritt frei