Am 9. Mai 1938 wurde der El Salvadorianische Diplomat José Arturo Castellanos (1893-1977) als Generalkonsul nach Hamburg versetzt.
Dort erlebte er die sukzessive Entrechtung und Verfolgung von Jüdinnen und Juden, was ihn fortan bewog – ohne Zustimmung der El Salvadorianischen Regierung – Juden die Flucht aus dem Einflussgebiet NS-Deutschlands zu ermöglichen, indem er insgesamt mehr als 40.000 El Salvadorianische Nationalitätsbescheinigungen ausstellte.
Als „Schindler El Salvadors“ wurde José Arturo Castellanos postum als erster und bisher einziger El Salvadorianer als „Gerechter unter den Völkern“ in Yad Vashem geehrt.
Zwei seiner Enkel, Alvaro und Boris Castellanos, stießen erst vor wenigen Jahren auf diese Geschichte ihres Großvaters und begaben sich auf Spurensuche in Europa.
Sie recherchierten an den Wirkstätten ihres Großvaters und interviewten Überlebende, die durch die von Castellanos ausgestellten Dokumente fliehen und damit überleben konnten.
Daraus entstand ein Dokumentarfilm, der durch Zeitzeugenberichte den Lebensweg sowohl der Geretteten als auch ihres Retters nachzeichnet.
Die beiden Filmemacher und Enkel Alvaro und Boris Castellanos werden bei der Präsentation des Filmes nicht nur anwesend sein, sondern ihn auch live musikalisch begleiten.
Die Filmvorführung findet statt am 20. November 2017
in der Stiftung Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, Berlin
Beginn: 19.00 Uhr
Eintritt frei
Sprache des Films: Englisch