Teil 1 der Tagungsreihe: Die christlichen Kirchen im Nationalsozialismus
NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium
Eintritt frei. Mit einer Voranmeldung per E-Mail sichern Sie sich einen Sitzplatz: veranstaltungen.nsdoku@muenchen.de
Die Frage nach der Rolle der christlichen Kirchen im „Dritten Reich“ ist seit Langem umstritten. Wird auf der einen Seite die weltanschauliche Gegnerschaft betont, so ist andererseits von Anpassung, Schuld und Versagen die Rede. Zwei Tagungen greifen diese Debatte für den Protestantismus (15. April 2016) und den Katholizismus (10. Juni 2016) auf. Parallel konzipiert, ermöglichen sie eine vergleichende Betrachtung.
Viele fromme Protestanten bejubelten die „deutsche Revolution“ von 1933 als Chance zu einer umfassenden Rechristianisierung der deutschen Gesellschaft. Obwohl sie die in die Autonomie der Kirchen eingreifende Kirchenpolitik der Nationalsozialisten ablehnten, teilten auch viele Professoren der Theologie diese Begeisterung für den Nationalsozialismus. Vor allem mit Blick auf die Mentalitäten und das Verhalten prominenter Theologieprofessoren und speziell die Debatten innerhalb der Erlanger Fakultät soll das Verhältnis von Protestantismus und Nationalsozialismus neu bestimmt werden.
Mit Impulsvorträgen von Prof. Dr. Hanns Christof Brennecke (Erlangen- Nürnberg), Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf (München), Prof. Dr. Christiane Kuller (Erfurt), Prof. Dr. Axel Schildt (Hamburg).
Moderation der Vorträge mit jeweils anschließender Diskussion: Prof. Dr. Hans Günter Hockerts (München).