täglich 11-17 Uhr, bei Abendveranstaltungen bis Ende der Veranstaltung
3.8.2014 um 19 Uhr: Eröffnungsveranstaltung
4.-9.8.2014 jeweils 16 Uhr: Führungen abwechselnd in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch (nach Bedarf; weitere Sprachen auf Anfrage)
DGB-Haus, Keithstraße 1-3, 10787 Berlin
(U-Bahn Wittenbergplatz)
Eintritt frei
Informationen: Berlin2014@aiic.de
Wer waren die Dolmetscher der Nürnberger Prozesse? Welche technischen, sprachlichen und emotionalen Hindernisse mussten sie meistern, um den in vier Sprachen verlaufenden Prozess zu dolmetschen? Wie konnten sie mit der emotionalen Belastung der unmittelbaren Konfrontation mit den Verbrechen gegen die Menschlichkeit umgehen? Mit 27 Kurzprofilen der Dolmetscher macht die Ausstellung die menschliche und sprachliche Dimension der Bewährungsprobe des Simultandolmetschens auf der Bühne dieses Weltereignisses deutlich. Der internationale Verband der Konferenzdolmetscher (AIIC) möchte einen Eindruck dieser Persönlichkeiten vermitteln, die damals Neuland betraten und die Durchführung des Prozesses in vier Sprachen ermöglichten. Eine Vielzahl von ihnen zählte auch zu den Gründungsmüttern und –vätern des Verbandes.
Die während der Ausstellungsdauer stattfindenden Veranstaltungen zur Gefährdungslage von Dolmetschern in Krisengebieten und zu den Unzulänglichkeiten im Gerichtsdolmetschen zeigen, dass auch heute noch Dolmetscher sowohl im Zentrum von Ereignissen stehen als auch unmittelbar davon betroffen werden. Die historische Dimension wird in einer Veranstaltung zu den Memoiren von Tatjana Stupnikova beleuchtet. Sie ist eine der wenigen russischen Dolmetscher beim Prozess, deren Namen bekannt sind und die einzige, die sich offen zu ihrer Tätigkeit äußerte.