„Ostatni etap“ ist der erste Spielfilm über das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Er wurde 1947 auf dem Gelände des ehemaligen Lagers gedreht. Der Film erzählt die Geschichte von Frauen im Lagerwiderstand. Die Polin Helena schließt sich auf Vermittlung der russischen Ärztin Eugenia einer Gruppe von Frauen unterschiedlicher Nationalität an, nachdem ihr neugeborenes Kind von der SS ermordet wurde. Die jüdische Polin Marta, einzige Überlebende ihrer Familie, arbeitet als Übersetzerin für den Kommandanten. Sie wird bei einem Fluchtversuch gefasst und soll öffentlich gehängt werden. Sowjetische Flugzeuge tauchen bereits am Himmel auf. Am Ende des Films steht der Appell Martas: „Lasst nicht zu, dass Auschwitz sich wiederholt!“
Unmittelbar nach Kriegsende begann die Regisseurin Wanda Jakubowska (1907–1998), die ab 1943 als polnische Kommunistin in Auschwitz-Birkenau inhaftiert war, mit den Arbeiten an dem Film. Das Drehbuch verfasste sie mit der deutschen Kommunistin und Auschwitz-Überlebenden Gerda Schneider. Mit seiner Bildsprache prägte der Film nachhaltig die Vorstellungen von Auschwitz-Birkenau.
Für die Präsentation des Films im Rahmen von filmPOLSKA2023 ist eine Neuproduktion deutscher Untertitel erfolgt.
Im Anschluss findet ein Podiumsgespräch zum Spielfilm mit Dr. Sonja M. Schultz und Andreas Mix statt.