Die Lager-SS Mauthausen

26. November 2014
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
Veranstalter: Verein Gedenkdienst

Die Geschichten von SS-Angehörigen, die in nationalsozialistischen Konzentrationslagern tätig waren, sind bisher nur lückenhaft untersucht worden. Ein Forschungsprojekt am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien widmete sich dieser historiographischen Leerstelle der TäterInnengeschichte am Beispiel des KZ-Komplex Mauthausen. Die Mauthausener Lager-SS bestand aus dem mehrere hundert Personen umfassenden, in sechs Abteilungen gegliederten Kommandanturstab sowie aus den Wachmannschaften mit fast zehntausend Soldaten. In der Endphase verfügte das KZ Mauthausen über den höchsten Personalstand im gesamten KZ-System und das Lagerpersonal kam aus allen Teilen der Gesellschaft. Vor allem Angehörige des Kommandanturstabes standen nicht nur dienstlich in engem Kontakt mit lokalen Behörden, sondern waren in einem hohen Ausmaß in die örtliche Gesellschaft integriert. Der Vortrag zielt darauf ab, die Mauthausener Lager-SS als Gruppe historisch zu fassen und die Bedeutung von TäterInnegeschichte für das Verständnis der Geschichte des KZ Mauthausen zu betonen.