"Die Konzentrationslager-SS: Exzess- und Direkttäter"

22. März 2015
14:00 - 00:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Veranstalter: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Eröffnung der Dauerausstellung "Die Konzentrationslager-SS: Exzess- und Direkttäter" im Turm A


Begrüßung und Einführung

Prof. Dr. Günter Morsch (Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten)

Grußworte

Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg)

Dr. Erardo Cristoforo Rautenberg (Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg)

Lesung aus Berichten und Protokollen

Musikalische Umrahmung: Jaspar Libuda (Kontrabass)


Am Sonntag, 22. März 2015, wird um 14 Uhr in der Gedenkstätte Sachsenhausen die Dauerausstellung „Die Konzentrationslager-SS 1936-1945: Exzess- und Direkttäter“ eröffnet. Sie ist nach der 2013 eröffneten Ausstellung zur Inspektion der Konzentrationslager die zweite Teilausstellung im Rahmen des dezentralen Konzeptes zur Neugestaltung der Gedenkstätte Sachsenhausen, die sich vor allem mit den SS-Tätern beschäftigt. Der abschließende dritte Teil, der sich dem Thema der „arbeitsteiligen Täterschaft“ widmet, wird 2017 im ehemaligen Kommandantenhaus präsentiert.

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung werden Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch, die Brandenburgische Kulturministerin Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst und der Brandenburgische Generalstaatsanwalt Prof. Dr. Erardo Cristoforo Rautenberg zu den Gästen sprechen. Der Schauspieler Tilmar Kuhn wird aus Zeitzeugenberichten und Zeugenaussagen lesen und der Kontrabassist Jaspar Libuda wird für die musikalische Begleitung sorgen.

Die neue Ausstellung befindet sich im so genannten Turm A, dem ehemaligen Sitz der Abteilung „Schutzhaftlager“ der KZ-Kommandantur. Im Mittelpunkt stehen die zahllosen willkürlichen und oft von unvorstellbarer Brutalität und Grausamkeit gekennzeichneten Morde durch die SS-Männer der KZ-Kommandantur. In zwei Themenräumen werden exemplarisch acht solcher Exzess- und Direkttaten einschließlich der Opfer und der Täter dargestellt, die in der „Isolierung“ oder auf dem Appellplatz begangen wurden.

Neben Fotos, Dokumenten und Zeichnungen werden in der rund 150 m² großen Ausstellung auch Gegenstände gezeigt, darunter Schlag- und Schusswaffen sowie Stiefel der SS. Medienstationen mit biografischen Informationen zu 66 SS-Tätern, Ton- und Filmdokumente ergänzen die Darstellung.